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BFH: Alle am 28.7.2010 veröffentlichten Entscheidungen im Überblick

Am 28.7.2010 hat der BFH sieben Entscheidungen zur Veröffentlichung frei gegeben.

Steuerberatertätigkeit als Liebhaberei (FG)

Ist eine betriebliche Tätigkeit eng mit dem Freizeitbereich verwoben, nimmt das Finanzamt schnell eine sog. Liebhaberei an und erkennt die Verluste steuerlich ab. Während in der Praxis oftmals Malschulen, Pferdezuchtbetriebe oder Oldtimerwerkstätten ins Visier rücken, überrascht das FG Köln nun mit einem gänzlich andersgelagerten Fall: Die Richter urteilten, dass auch eine Steuerberatertätigkeit zur Liebhaberei führen kann.

InvZulG: Auslegung des Begriffs Betrieb, betriebliche Investitionszulage für Energieerzeugungsanlag

Das BMF hat mit Schreiben v. 8.7.2010 das BMF-Schreiben v. 22.4.2005 und Satz 4 RdNr. 58 des BMF-Schreibens v. 8.5.2008 aufgehoben.

Steuerverkürzungen: Datenmaterial eines Informanten nicht werthaltig genug für einen Erwerb (FinMin)

Im Zusammenhang mit dem Angebot eines Informanten zum Erwerb angeblich steuerlich relevanter Daten, welches Anfang März über das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) an die hessische Finanzverwaltung herangetragen worden ist, hat Finanzstaatssekretär Dr. Thomas Schäfer eine Erklärung abgegeben.

Steuerhinterziehung: DBA mit Monaco

Deutschland und das Fürstentum Monaco haben am 27. Juli 2010 in Berlin ein Abkommen über den Informationsaustausch für Besteuerungszwecke abgeschlossen und damit einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung getan.

Regierung: Umsatzsteuer-Freigrenze hilft gegen den Schwarzmarkt

Nach Ansicht der Bundesregierung gibt es keine negativen Auswirkungen der umsatzsteuerlichen Freigrenze für Kleinunternehmen.

Vermögensschaden-Haftpflicht: Versicherung für Steuerberater

Vor dem Hintergrund der Finanzkrise beobachten einzelne Versicherer, dass Mandanten ihre Steuerberater und Wirtschaftsprüfer verstärkt in die Pflicht nehmen. Anlass genug für die Berufsträger, ihren Versicherungsschutz zu überprüfen.

Vereinsbeiträge als umsatzsteuerliches Entgelt (FG)

Der Jahresbeitrag an einen Verein stellt eine Gegenleistung für erbrachte Dienstleistungen dar, wenn ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Leistung des Vereins und den Mitgliedsbeiträgen besteht.

Bundesverfassungsgericht: Abzugsverbot für häusliches Arbeitszimmer teilweise verfassungswidrig (Ko

Nach dem heute vom BVerfG veröffentlichten Beschluss ist die seit 2007 geltende Neuregelung beim häuslichen Arbeitszimmer zum Teil verfassungswidrig. Der Gesetzgeber ist daher verpflichtet, den verfassungswidrigen Zustand rückwirkend ab 2007 zu beseitigen.

Häusliches Arbeitszimmer: Neuregelung ab 2007 verfassungswidrig (BVerfG)

Die mit dem Steueränderungsgesetz 2007 weiter eingeschränkte steuerliche Abzugsmöglichkeit für das häusliche Arbeitszimmer ist grundgesetzwidrig. Das entschied das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 6. Juli 2010. Lesen Sie hier die Pressemitteilung des BVerfG. Eine Kommentierung hierzu finden Sie in Kürze auf dieser Seite.

Alleinerziehende: Steuerlicher Entlastungsbetrag nur für einen Elternteil (BFH)

Der einkommensteuerliche Entlastungsbetrag für Alleinerziehende steht nur einem Elternteil zu, auch wenn sich das Kind in annähernd gleichem Umfang wechselweise bei seinen getrennt lebenden Eltern aufhält.

Kindergeld: Keine Berücksichtigung fiktiver Unterhaltsansprüche (FG)

Fiktive Unterhaltsansprüche sind bei der Ermittlung der Einkünfte und Bezüge eines Kindes nicht zu berücksichtigen. Dies hat aktuell das FG Münster entschieden.

Pauschalierender Landwirt: 1 %-Vorteil für private KfZ-Nutzung ist nicht durch Umsatzsteuer zu erhö

Ein Landwirt, der die Besteuerung nach Durchschnittssätzen vornimmt, muss seinen Vorteil aus privater KfZ-Nutzung nicht um eine fiktive Umsatzsteuer erhöhen. Dies hat der BFH kürzlich entschieden. Die OFD Niedersachsen weist ihre Finanzämter nun an, die Rechtsprechung in allen offenen Fällen anzuwenden.

Steuerfahnder: Viele Selbstanzeigen fehlerhaft

Viele Selbstanzeigen von Steuersündern sind nach Einschätzung von Fachleuten nicht korrekt. Grund sei in der überwiegenden Zahl die komplizierte Materie, sagte der Leiter des Referates Steuerfahndung bei der Oberfinanzdirektion Koblenz, Klaus Herrmann, am Dienstag in Mainz.

Städtetag: Gewerbesteuer stärken, nicht abschaffen

Der Deutsche Städtetag kämpft im Streit mit der Bundesregierung weiter um den Erhalt der Gewerbesteuer.

Quelle: Steuerwesen-Office.de, Rudolf Haufe Verlag GmbH & Co KG




 

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